Süß und dennoch gesund
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- Kategorie: Ernährung
- Geschrieben von Anita Knöller
Alternative Süßungsmittel
Alternative Süßungsmittel enthalten im Gegensatz zum industriell hergestellten raffinierten Zucker noch Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme in unterschiedlichen Mengen. Raffinierter Zucker hat keine Nährstoffe mehr, ist aber dafür sehr kalorienreich. Süßungsmittel wie beispielsweise Vollrohrzucker, Ahornsirup oder Agavendicksaft können zudem sparsamer verwendet werden aufgrund der besseren Süßkraft und des würzenden Eigengeschmacks. Aber Vorsicht, auch alternative Süßungsmittel verursachen Karies und dabei spielen vor allem die Häufigkeit und die Verweildauer eine Rolle.
Industriell zubereitete Nahrungsmittel enthalten häufig einen zu hohen Anteil an Zucker. Auch in Nahrungsmitteln, wo wir diesen nicht vermuten wie beispielsweise Ketchup. Daher ist es besser auf Fertigprodukte zu verzichten und alles frisch zuzubereiten. Abgesehen davon, schmeckt frisch zubereitetes Essen auch besser. Naturkostläden stellen inzwischen eine ganze Palette an alternativen und gesünderen Süßungsmitteln für ihre Kunden bereit. Dazu gehören unter anderem Vollrohrzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft, Fruchtdicksäfte (Birnen, Apfel), Johannisbrot-Sirup, Melasse, Weizen- oder Reissirup, Honig, Manioksirup, Zuckerrübensirup und Fruchtmark. Agavendicksaft ist in etwa doppelt so süß wie industriell hergestellter Zucker.
Die einzelnen Süßungsmittel finden unterschiedliche Verwendung. Melasse und Honig eignen sich mehr für kräftiges Gebäck wie Lebkuchen, wohingegen für feine Desserts Sirupe bevorzugt werden sollten. Vollrohrzucker ist sehr vielseitig einsetzbar und enthält 80,3 mg Calcium, 2,5 mg Eisen und 15,5 mg Magnesium je 100 g im Vergleich zu raffiniertem Industriezucker mit 2,0 mg Calcium, 0,2 mg Eisen und 0,0 mg Magnesium (Quelle: Kristina Peter, www.rainforest-newsletter.de). Vollrohrzucker und auch alle anderen alternativen Süßungsmittel verleihen zudem den Gerichten durch ihren Eigengeschmack mehr Aroma, so dass sie nicht nur gesünder sind, mit einer geringeren Menge auskommen, sondern auch noch für ein besseres Geschmackserlebnis sorgen.
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© Foto: Glen Carrie, unsplash.com
